Israel im Detail

Israel im Detail

Israel befindet sich am östlichen Ende des Mittelmeeres. Seine Nachbarn im Norden sind Libanon und Syrien, im Osten Jordanien, im Südwesten und Süden Ägypten. Weiterhin grenzt es mit der südlichsten Spitze an den Golf von Akaba am Roten Meer und im Westen an das Mittelmeer mit einer 188 km langen Küste. Der Gaza-Streifen sowie das Westjordanland sind Palästinensische Autonomiegebiete.

Fläche: 21 950 qkm.

Bevölkerung: 5,2 Millionen Einwohner.

Städte
◾Jerusalem (Hauptstadt mit Ost-Jerusalem) 557.000 E.,
◾Tel Aviv – Jaffa 357 000 E.,
◾Haifa 250.000 E.,
◾Be-er Sheva 135.000 E.,
◾Netanya 142.000 E.,
◾Nazareth 45.000 E.

Amtssprache: Amtssprache Neu-Hebräisch, auch Arabisch und im Geschäftsverkehr Englisch, Französisch und (seltener) Deutsch gesprochen.

Sabbat:
Am Sabbat dem israelischer Ruhetag (von Freitag/Sonnenuntergang bis Samstag/Sonnenuntergang); sind Behörden, Büros, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen geschlossen. Auch der öffentliche Strassenverkehr ist grösstenteils eingestellt.

Feiertage:
Der jüdische Kalender bezieht sich auf die Mondphasen, (anders als der gregorianische). Deshalb liegen keine bestimmten Daten für die jüdischen Feiertage fest, wohl aber fallen die Feste in bestimmte Jahreszeiten. Die einzelnen Termine werden jedes Jahr neu festgelegt.

Klima:
Hier herrscht typisches Mittelmeer-Klima mit trockenen heissen Sommern (April-Oktober) und kühlen, aber doch milden feuchten Wintern mit häufigen, kurzen Niederschlägen. Der Negev sowie der mittlere und südliche Teil der Grabenzonen besitzen Wüstenklima (in Eilat sind die “Wintermonate” sonnig und warm).

Kleidung:
In den Sommermonaten trägt man leichte Sommerkleidung, Strandkleidung, Schwimmzeug, Sonnenbrille, Sandalen. In Gebirgsgegenden ist für kühle Abende ein leichter Mantel, Wolljacke oder Pullover angebracht. Bequeme, zwanglose Kleidung und flache, geschlossene Schuhe sollte man auf Rundfahrten und Ausflügen tragen. Leichte Übergangskleidung ist im Frühjahr und Herbst ausreichend. Wärmere Kleidung empfiehlt sich für die Wintermonate.

Hinweis: Beim Besuch der heiligen Stätten ist eine angemessene, dezente Kleidung erforderlich, die weder ausgeschnitten noch ärmellos ist. (Für den Fall der Fälle auch immer ein Kopftuch mitgeführen), keine Miniröcke oder Shorts tragen (auch für Herren).

Bedienung/Trinkgeld:
Bedienungszuschlag von 10-15% in der Rechnung enthalten (im Hotel und Restaurant). Für jede Art Dienstleistungen ist ein Trinkgeld üblich. In Taxen kein Tip.

Öffnungszeiten
sind unterschiedlich; nachstehend die gewöhnlichen Zeiten:
◾Geschäfte: So bis Do 8.30/9-19.30/20 Uhr, Fr und vor Feiertagen 8.30/9 Uhr bis etwa 13 Uhr.
◾Supermärkte: So bis Do 7-21 Uhr, Fr 7-15 Uhr.
◾Banken: So bis Do 8.30-12.30 Uhr, So, Di und Do auch 16-18 Uhr, Fr sowie an Tagen vor jüdischen Feiertagen 8.30-12 Uhr. Alle Banken am Ben-Gurian-Flughafen haben durchgängig geöffnet.
◾Ämter: So bis Do 9.30-13 Uhr.

Telefon & Handy:
Für öffentliche Fernsprecher benötigen Sie Telefonkarten. Durch eine Zahl, die man bei Auslandsgesprächen an Stelle der zweiten Null wählt, bestimmt man die Gesellschaft: Zurzeit telefonieren Sie nach Europa günstig mit den Vorwahlen 013 oder 014 (1 Min. ca. 5 NIS).

Deutsche Handys funktionieren im ganzen Land, aber die Roaminggebühren der israelischen Telefongesellschaften sind sehr hoch. Prepaid-Karten wie die von GlobalSim (www.globalsim.net) oder Globilo (www.globilo.de) sind zwar teuer, ersparen Ihnen aber alle Roaming-Gebühren. Und: Sie bekommen schon zu Hause Ihre neue Nummer. Immer günstig sind SMS. Hohe Kosten verursacht die Mailbox: noch im Heimatland abschalten!

Ländervorwahlen: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041, Israel 00972

Gesundheit:
Die medizinische Versorgung ist hervorragend. Alle Ärzte sprechen Englisch. Rechnungen sind von Ausländern sofort bar oder per Kreditkarte zu bezahlen, deshalb ist der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung zu empfehlen.

Notrufe:
Polizei: 100; Magen David Adom (Rotes Kreuz): 101; Feuerwehr: 102

Stromspannung:
220 Volt Wechselstrom, 50 Hz; dreipolige Stecker, Adapter ist mitzuführen.

Hinweis für Fotografen:
Bei der Zollkontrolle werden die Kamera geöffnet, deshalb Filme im Handgepäck mitführen.

Bloss nicht! Israel

Die Shabbat-Ruhe stören
Gott ruhte am siebten Schöpfungstag, und in der Bibel verlangt er von den Menschen, dies auch zu tun. Aber er verlangt noch mehr, z.B. „Ihr sollt kein Feuer anzünden in all Euren Stätten am Shabbat“ (2. Moses 35,3). Für fromme Juden gilt dieses Gebot absolut: Deshalb rauchen sie am Shabbat nicht. In vielen Hotels werden nachlässige Besucher am Shabbat durch Tischkärtchen gebeten, sich dieser Sitte anzuschließen. Wegen 2. Mose, Vers 35 fahren orthodoxe Juden am Shabbat auch kein Auto, weil der Zündfunke im Motor eine neuzeitliche Variante von Feuer ist. Der Stadtteil Mea Shearim in Jerusalem ist an diesem Tag für alle Autos gesperrt. Am Shabbat wollen die Gläubigen an der Klagemauer nicht fotografiert werden. Das sollte man unbedingt respektieren, denn die Betroffenen unterbinden notfalls jeden Versuch in Selbsthilfe.

Enttäuscht sein übers „Holy Land Tourism Business“
Im Heiligen Land und besonders an den Heiligen Stätten geht es auch sehr irdisch zu. Tiefe Religiosität und gnadenloses Abzocken – beides ist gleichzeitig zu erleben. In Jerusalem und in und um die Grabeskirche am heftigsten: Dornenkronen in den Größen S bis XXL werden als Souvenirs angeboten und schwere Holzkreuze zum Tragen auf dem Passionsweg entlang der 14 Stationen der Via Dolorosa gegen Gebühr ausgeliehen. Auch am Grab Jesu, im Zentrum der Grabeskirche, steht immer ein Geistlicher, der die Eintretenden mit dezent ausgestreckter Hand um eine Spende bittet. Die erhält er auch, denn wer will schon dem frommen Diener des Herrn an dessen Grab eine Spende verweigern. Aber man sollte wissen: Es gibt unter den vielen in Jerusalem vertretenen christlichen Konfessionen nur sechs, die in der Grabeskirche vertreten sind und die in jahrhundertelangen Streitereien einen exakten Zeitplan für dieses Spendensammeln ausgehandelt haben.

Im Ben-Gurion-Flughafen Geld tauschen
Touristen erwerben gern unmittelbar nach Ankunft die Landeswährung, damit sie erste Ausgaben gleich bezahlen können. Wenn überhaupt, dann sollten Sie nur eine kleine Summe im Ben-Gurion-Flughafen tauschen, denn dort zahlen Sie außer den Gebühren noch eine „Airport-Tax“, die sich nach der Höhe des Umtauschbetrags richtet und bei 100 Euro ca. 10 Prozent beträgt.

Den Shabbat-Aufzug benutzen
In den Hotelhochhäusern gibt es immer mehrere Fahrstühle. Da der Herr am siebten Tag Arbeit untersagt, dürfen fromme Juden am Shabbat auch keinen Fahrstuhlknopf drücken. Deshalb wird in jedem Hotel von Freitagabend bis Samstagabend ein Aufzug so codiert, dass er in jedem Stockwerk automatisch hält. Wenn Sie diesen Aufzug benutzen, benötigen Sie bis zu Ihrem Zimmer im 25. Stock eine halbe Stunde.